Reform der Fahrausbildung: Voraussichtliche Änderungen für die Berufskraftfahrerausbildung

Kurz nach der beschlossenen Reform der PKW‑Fahrausbildung hat die Bundesregierung auch eine Modernisierung der Berufskraftfahrerausbildung in Angriff genommen.

 

Ziel ist es, den Zugang zum Berufskraftfahrwesen zukünftig zu erleichtern, die administrativen Aufwände zu vereinfachen und die Ausbildung stärker zu digitalisieren, unverändert hohe Sicherheitsansprüche vorausgesetzt.

 

Die konkreten Anpassungen befinden sich noch in der Ausarbeitung, dennoch zeichnen sich bereits zentrale Änderungen ab. Diese nachfolgend zusammengefasst:

 

  • Neben Deutsch soll die Prüfung der beschleunigten Grundqualifikation zukünftig auch in einer von acht Fremdsprachen abgelegt werden können (Englisch, Hocharabisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch, Ukrainisch).
  • Ukraine und Montenegro sollen in die Fahrerlaubnis-Verordnung aufgenommen werden, sodass Führerscheine aus diesen Ländern zukünftig prüfungsfrei in eine deutsche Fahrerlaubnis umgeschrieben werden können.
  • Der Sprachenkatalog für die theoretische Fahrerlaubnisprüfung soll um Ukrainisch und Kurmandschi erweitert werden.
  • In der EU umgetauschte Führerscheine aus Drittstaaten sollen zukünftig auch in Deutschland anerkannt werden.
  • Die praktische Prüfung soll von aktuell 210 Minuten auf 120 Minuten verkürzt werden.

 

(Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Pressemitteilung 28.05.2026)

 

Für die Verkehrsakademie sind die sich andeutenden Veränderungen in der Berufskraftfahrerausbildung höchst bedeutsam. Mit acht Standorten in Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein zählt die Unternehmensgruppe zu den führenden Anbietern für Aus‑ und Weiterbildungen im Straßenverkehr in Norddeutschland und hat sich dabei insbesondere auf die Ausbildung von Berufskraftfahrer für den Güter- und Personenverkehr spezialisiert (LKW, Bus, KEP). Als AZAV‑zertifizierter Bildungsträger arbeitet die Verkehrsakademie Group eng mit öffentlichen Leistungsträgern zusammen, insbesondere der Bundesagentur für Arbeit.

 

Zur Einordnung der voraussichtlichen Änderungen aus Sicht der Verkehrsakademie Group erklärt Geschäftsführer Kay Burmester: „Die Reform im Bereich der Berufskraftfahrerqualifikation war erwartbar und ist, wie sie sich abzeichnet, zu begrüßen. Eine Erleichterung im Prüf- und Anerkennungsbereich sowie eine Reduzierung von Zugangshürden sind angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels zwingend erforderlich. Wir beobachten die weitere Ausgestaltung aufmerksam weiter und werden unsere Prozesse zielgerichtet anpassen, sobald die neuen Rahmenbedingungen beschlossen sind.“